Umweltgerechtes Konstruieren

Anforderungen an das Design for Environment (DfE) (Auszug aus dem betrieblichen Umweltschutz in Baden Württemberg des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft)

 

 

Design for Environment
Design for Environment (DfE) bezeichnet das Vorgehen zum umweltfreundlichen Konstruieren

 

Umweltgerechtes Konstruieren (Design for Environment) bedarf einer systematischen Vorgehensweise.  Vorgaben zur Materialauswahl und des umweltgerechten Designs sowie den allgemeinen Konstruktionsprinzipien müssen bereits in allgemeingültigen Gestaltungsrichtlinien festgelegt werden und ins Pflichtenheft Eingang finden. Weiterhin ist ein Managementmechanismus zu etablieren, der die Einhaltung der allgemeinen Vorgaben im Produktentwicklungsprozess sicherstellt.

Eine gute Gelegenheit für den Einstieg in die umweltgerechte  Produktgestaltung bietet sich, wenn ein Produkt neu entwickelt oder überarbeitet wird.

Gehen Sie systematisch vor

Als Richtlinie für den Produktentwicklungsprozess bietet sich ein methodisches Vorgehen entsprechend der VDI-Richtlinie 2221 (Methodik zum Entwickeln und Konstruieren technischer Systeme und Produkte) an. Zu einer systematischen Produktentwicklung gehören mehrere Phasen:

  • das Klären der Aufgabenstellung,
  • das Konzipieren, das Entwerfen und
  • das Ausarbeiten einer gefundenen Produktlösung

Berücksichtigen Sie die Grundregeln des umweltgerechten Entwickelns

DfE steht nicht im Gegensatz zum klassischen Produktdesign, über das die Funktionalität und die Wirtschaftlichkeit des Produkts sichergestellt werden. Es stellt eine Ergänzung dar. Zusätzlich werden die Umweltauswirkungen eines Produktes in allen drei Lebensphasen (Herstellung, Gebrauch und Entsorgung) mit im Entwicklungsprozess berücksichtigt

  • Minimieren Sie die wesentlichen Umweltauswirkungen des Produktes. Beim klassischen Produktdesign stehen die Funktionalität und die Qualität des Produktes im Vordergrund. Weniger Wert wird auf die Verminderung von Emissionen und den Energieverbrauch während der Gebrauchsphase gelegt. Aber gerade dort können, z.B. bei energiebetriebenen  Geräten, die größten Umweltbelastungen entstehen.
  • Die konstruktive Gestaltung eines Produktes, z.B. ein modularer Aufbau, kann den Aufwand zu dessen Herstellung und Demontage im Recyclingprozess deutlich verringern. Daraus ergeben sich Vorteile für den Produzenten und den Recycler. Während der Nutzung können Teile modular aufgebauter Geräte einfacher ausgetauscht werden. Dadurch verringern sich die Servicekosten und einzelne Bauteile können nach der Erstnutzungsphase wieder verwendet werden.
  • Eine Verringerung des Gewichts und die Reduzierung der Materialvielfalt können deutliche Kosteneinsparungen bei der Herstellung bewirken und reduzieren gleichzeitig Umweltbelastungen durch die Ressourcennutzung.
  • Bei langlebigen Produkten ist auf ein ästhetisch anspruchsvolles und "zeitloses" Design zu achten. Dies vermeidet, dass das Produkt vor seinem technischen Lebensende aus Modegründen ersetzt wird.

Die wesentlichen Aspekte für die Integration von Umweltaspekten in die Produktentwicklung sind in der ISO 14062 (Umweltmanagement - Leitlinien zur Integration von Umweltaspekten in die Produktentwicklung) zusammengefasst.

Bilden Sie ein Team

Weil DfE den gesamten Lebenszyklus eines Produkts betrifft, benötigt man Informationen aus allen wichtigen Bereichen des Unternehmens. Der Einkauf ist für die Materialbeschaffung zuständig und beeinflusst daher die Vorkette. Die Verkäufer kennen die Kunden und deren Wünsche. Die Techniker entwickeln das Produkt und die Umweltbeauftragten kennen den Entsorgungsmarkt.  DfE gewährt einen ganzheitlichen Blick auf Ihr Unternehmen am Beispiel eines spezifischen Produkts. DfE ist eine Querschnittsaufgabe, daher sollte ein Team Mitglieder aus allen wichtigen Organisationseinheiten haben:

  • Entwicklung
  • Technik,
  • Produktion
  • Qualitätssicherung und
  • Einkauf
  • Marketing


Umweltauswirkungen
Umweltauswirkungen sind alle positiven oder negativen Veränderungen der Umwelt, die ganz oder teilweise aufgrund der Tätigkeiten, Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens eintreten (Definition nach EMAS). Die negativen Wirkungen lassen sich in unterschiedliche Kategorien einteilen, wie beispielsweise Treibhauseffekt, Ozonabbau, Verbrauch von Ressourcen sowie Human- und Ökotoxizität.



Für nähere Informationen zu unseren Leistungen in diesem Bereich kontaktieren Sie bitte den Ansprechpartner der MK-Tec

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